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News & Aktuelles

Julia Schaller

10 Jahre econ – ein Rück-, Um- und Ausblick auf betriebliches Energiemanagement

 

 

Vor 10 Jahren begann econ solutions mit der Idee, „Energiemanagement erstaunlich einfach“ zu machen. Inwieweit das gelungen ist, was sich seitdem verändert hat, und was econ solutions für die Zukunft plant, darüber haben wir mit unserem Geschäftsführer Philip Würfel gesprochen.

 

 

 

 

Herr Würfel, was unterscheidet das Energiemanagement heute von dem vor zehn Jahren?

In den econ Anfangsjahren war noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, Energiemanagement war für viele Unternehmen Neuland. Inzwischen sind die Industrieunternehmen viel informierter und wissen, dass sie das Thema angehen müssen. Zudem sind sie erheblich besser mit Zählern bzw. Messtechnik ausgestattet – auch wenn es nach wie vor weiße Flecken gibt. Und die Projekte sind deutlich größer geworden, immer öfter umfassen sie eine größere Zahl an Unternehmensstandorten. Der Industriebereich ist inzwischen also sehr weit – nicht zuletzt auch durch Steuervergünstigungen und die Befreiung von der EEG-Umlage.

Anders im Nicht-Industrie-Umfeld, etwa im Handel, in Kliniken oder in der Hotellerie und Gastronomie. Wenn hier Energiemanagement umgesetzt wird, dann weniger wegen Steuervorteilen sondern eher aus eigenem Antrieb. Und der zahlt sich auch aus, denn meist sind hohe Einsparungen möglich. Häufig fehlt es allerdings an jemandem, der sich für dieses doch eher technische Thema begeistert.

 

Gibt es Vorreiter- und Schlusslicht-Branchen in Sachen Energiemanagement?

Abgesehen von den eben genannten Unterschieden: Nein. Wir stellen immer wieder fest, dass Energiemanagement zuallererst ein Personen-Thema ist: Gibt es jemanden, der sich dem Thema Energie widmet und es vorantreibt? Und gibt es eine intrinsische Motivation, das Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln? Die Unternehmen, die das von sich sagen können, sind in Sachen Energiemanagement sicher führend.

Betrachtet man nur die Messtechnik, ist die Prozessindustrie Vorreiter. Das heißt allerdings nicht, dass diese Unternehmen die Daten auch für ein Monitoring nutzen. Und selbst wenn sie das tun, ziehen sie oft keinen entsprechenden Erkenntnisgewinn daraus.

 

Schauen wir auf die Anbieter-Seite: Was hat sich hier in den letzten zehn Jahren getan?

Es ist ein relativ großer Markt mit einer umfangreichen Produkt- und Dienstleistungspalette entstanden. Allerdings gibt es auch Verluste zu verzeichnen. Vor allem Anbieter aus angrenzenden Bereichen, die versucht haben, das Thema Energiemanagement mitzunehmen, mussten feststellen, dass das nicht so ohne weiteres möglich ist. Denn es erfordert ganz spezifisches Know-how, um passende Lösungen anbieten und Fragen von Kunden beantworten zu können. Nicht selten lösen wir Bestandssysteme ab, weil die Nutzer mit der Lösung unzufrieden sind. 

 

Was sind denn die Kritikpunkte?

Häufig halten die Nutzer den Funktionsumfang des Systems für unzureichend oder die Lösung für technisch zu begrenzt, etwa weil sie sich nicht mit anderer Hard- oder Software verbinden lässt.

 

Und was ist das Besondere an econ solutions?

Wir machen nichts als Energiemanagement. Aber darin kennen wir uns hundertprozentig aus. Wir haben in den letzten Jahren über 500 Projekte System-seitig umgesetzt. Jedes Projekt ist ein Unikat, sowohl technisch als auch in der Realisierung. Das geht nur mit einer Mannschaft aus erfahrenen Fachleuten.

Außerdem schätzen unsere Kunden unsere Schnelligkeit. Trotz unseres Wachstums zu einem der führenden Anbieter sind wir nach wie vor ein agiles Unternehmen und können schnell agieren – vom Angebot über Lieferzeit und Integration bis zum Fixen von Bugs. Weil das econ System außerdem intuitiv bedienbar ist, können unsere Kunden schnelle Erfolge erzielen. Und nichts spornt mehr an, als Erfolge zu sehen.

 

Was macht das econ System so einfach?

Das liegt sicher an unserem Ursprung: Die POLYRACK TECH-GROUP, Anbieter von Electronic Packaging Lösungen, wollte einem unerklärlich hohen Energieverbrauch in der Produktion auf den Grund gehen. Nachdem es auf dem Markt keine Lösung gab, die Transparenz in den Energieverbrauch bringen konnte, hat das Unternehmen selbst eine entwickelt. Daraus ist das econ System entstanden – quasi aus der Praxis für die Praxis. Seitdem haben wir vier Software-Generationen auf den Markt gebracht, in die immer auch viele Rückmeldungen unserer Kunden eingeflossen sind. Wir nehmen jeden Verbesserungsvorschlag ernst, denn keiner kann das System besser beurteilen als die, die täglich damit umgehen. Außerdem nutzen wir natürlich die neuesten technischen Möglichkeiten, um es noch einfacher zu machen, und passen das System an neue Anforderungen, Regularien und Fördermöglichkeiten an.

Ganz wichtig ist uns auch die Integrationsfähigkeit und Herstellerunabhängigkeit, so dass unsere Kunden sowohl Hardware- als auch Software-technisch ihre vorhandenen Messgeräte und Unternehmenssysteme an econ anbinden können. Hier erfüllen wir heute alle Anforderungen aus dem Markt aus dem Stand.

 

Seit 2017 ist econ ein 100&iges Tochterunternehmen der MVV-Gruppe. Warum dieser Schritt?

Wie kann der nächste Wachstumsschub für econ aussehen? Das war zu dieser Zeit unsere Überlegung. Dabei haben wir festgestellt, dass Energiemanagement immer mehr mit der Energie-Erzeugung und -Beschaffung zusammenwächst, entsprechende Komponenten also auch in das betriebliche Energiemanagement einbezogen werden sollten. Bei der MVV Enamic haben wir hierfür ideale Ergänzungen gefunden: Jedes Partner- und Schwesterunternehmen ergänzt mit einem eigenen Fokus die Angebote der anderen, so dass Geschäftskunden umfassende, intelligente Energieprodukte und innovative Lösungen für Energieeffizienz erhalten. econ übernimmt dabei quasi die Rolle als „Maschinenraum“.

 

Was meinen Sie damit?

Das econ System liefert alle energiebezogenen Daten, die nötig sind, um Potenziale zu erkennen hinsichtlich Energie-Beschaffung, -Erzeugung und -Verbrauch. Die Daten sind also das „Getriebe“ für alle anderen Services. Doch diese Daten müssen auch systematisch genutzt werden. An dieser Stelle werden wir unseren Kunden in Zukunft ergänzende Beratungsdienstleistungen anbieten.

 

Worauf führen Sie es zurück, dass diese verschiedenen Energie-Bereiche immer stärker zusammenwachsen?

Das hat technische Gründe, etwa durch die zunehmend dezentrale Energieerzeugung. Dazu kommen immer undurchschaubarere Regularien.

 

Können Sie das etwas ausführen?

Bislang ist Energie etwas, das – wie Wasser – einfach immer mit hoher Qualität verfügbar ist. Doch jetzt wird das Thema immer zeitaufwändiger: Bei der Energiesteuer gibt es im Strombereich aktuell acht Abgabepositionen mit jeweils acht Kriterien, wann diese Abgabe reduziert werden kann. Außerdem kommt es darauf an, welche rechtlichen Einheiten ein Unternehmen hat, ob es eine Weiterleitung an Dritte gibt, usw. Gleichzeitig ist der Kostenblock ‚Energie‘ zu gering, als dass es sich für ein Unternehmen lohnen würde, sich mit all diesen Fragen auseinanderzusetzen. Deshalb überlegen immer mehr, den kompletten Bereich outzusourcen. Energie ist ja auch keine Kernkompetenz für ein Industrie- oder ein Handelsunternehmen!

 

Was würden Sie Unternehmen in Sachen Energiemanagement raten?

Vor allem zwei Dinge: Den Fokus nicht auf die Zertifizierung zu legen, sondern auf die Einsparpotenziale. Dann können Unternehmen mehr Nutzen aus den Aktivitäten ziehen. Und die Anforderungen für die Zertifizierung werden automatisch mit erfüllt.

Das zweite betrifft eigentlich nicht nur das Energiemanagement, sondern alle Bereiche, in denen Datenanalysen eine Rolle spielen. Der Erkenntnisgewinn aus den ermittelten Daten könnte bei den meisten Unternehmen viel höher sein, wenn Know-how zur Datenanalyse vorhanden wäre. Häufig wird über den Einsatz von KI geredet, doch solange man beispielsweise nicht mit einer Regressionsanalyse umgehen kann, halte ich das nicht für sinnvoll. Wir versuchen deshalb, unsere Kunden zu unterstützen, indem wir Analysepfade in unserer Software verankern, auf denen der Nutzer Schritt für Schritt bis zu einem sinnvollen Ergebnis geleitet wird. Außerdem bieten wir immer wieder Schulungen und Webinare zur Datenanalyse an. In Zukunft werden wir dieses Angebot weiter ausbauen und um ergänzende Beratunsdienstleistungen zusammen mit unserem Schwesterunternehmen BFE erweitern. Wir möchten unsere Kunden in allen Bereichen des betrieblichen Energiemanagements mit kompetenten Rat in einem komplexeren Umfeld zur Seite stehen.

 

Wie wird es mit econ solutions in den nächsten zehn Jahren weitergehen?

Bis jetzt ist econ solutions eine Erfolgsgeschichte – die wollen wir natürlich fortschreiben. Das war und ist aber nur durch unsere einzigartige Unternehmenskultur möglich, zu der Innovationskraft, Schnelligkeit, Verlässlichkeit und hohe Fachkompetenz gehören. Das oberste Ziel ist deshalb, diese zu erhalten. Das bedeutet aber nicht, stehen zu bleiben! Ganz im Gegenteil: Wir werden auch in Zukunft unser Produkt- und Service-Portfolio weiterentwickeln und erweitern, neue Märkte ansprechen und so als Unternehmen wachsen. Wir werden unsere Kunden in Zukunft noch breiter als bisher, z.B. in Ihren Energiemanagementfragen, mit Beratungsdienstleistungen unterstützen. Für mich als Geschäftsführer eine der spannendsten Aufgaben, die es derzeit in unserer Branche gibt!