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News & Aktuelles

Julia Schaller

Interview mit Philip Würfel, Geschäftsführer econ solutions GmbH

Herr Würfel Sie sind nun seit etwas mehr als einem Jahr Geschäftsführer von econ solutions. Wie haben Sie diese Zeit wahrgenommen?

Mein erstes Jahr als Geschäftsführer war ein sehr intensives Jahr. Eine Zeit geprägt von Wachstum und Herausforderungen. Trotz dieses Spannungsfeldes zwischen Wachstum und Einschränkungen durch die Pandemie war 2020 ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr für econ solutions.

Die Herausforderungen dieser besonderen Zeit beschränkten sich für unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht nur auf die Arbeitsprozesse, sondern brachten auch große Einschränkungen in ihrem Privatleben mit sich. Deshalb bin ich jetzt im Rückblick enorm stolz auf das gesamte econ Team. Trotz aller Widrigkeiten, die das Zerfließen zwischen privatem und beruflichem Stress verursachten, war das Team gemeinsam erfolgreich.

 

Das Team hat also gemeinsam die Herausforderungen gemeistert. Inwieweit haben sie das als Team geschafft?

Zusammenhalt. Das econ Team ist ein sehr eingespieltes Team – zum Teil mit langjähriger Erfahrung nicht nur mit Blick auf die fachliche Kompetenz, sondern auch auf das Zusammenspiel der einzelnen Individuen. Dieser Umstand ist in solch einer Zeit natürlich ein unglaublicher Vorteil. Dazu kam der Vorteil, dass econ solutions auch vor der Pandemie schon einen großen Teil der Arbeit virtuell verrichtet hat. Bedingt durch die Dezentralisierung der Mitarbeiter arbeitete das Team teilweise schon immer im Home-Office und über digitale Medien. Somit war die Umstellung auf virtuelle Arbeit verbunden mit der Arbeit von zu Hause aus nicht so drastisch, wie es vielleicht für andere Unternehmen der Fall war.

 

Was waren die einschneidendsten Ereignisse im Jahr?

Besonders einschneidend war der Monat März. Von heute auf morgen wurden nahezu alle Pläne über den Haufen geworfen. Über eine gewisse Zeitspanne hinweg konnte niemand wirklich planen. Nachdem wir bis Mitte März ein ähnliches Wachstum wie aktuell verzeichneten, wurden wir ohne Vorwarnung ausgebremst. Alle Mitarbeiter mussten ins Home-Office und die Kunden reagierten ebenso. Um sich der Situation anzupassen musste econ andere Themen angehen bzw. Produktlaunches umplanen. Dieser extreme Wechsel von planbarem Wachstum zu völliger Planungsunsicherheit war wohl die größte Herausforderung.

 

Das vergangene Geschäftsjahr lief trotz der Pandemie sehr gut, wie entwickelt es sich aktuell ?

Auch der Start in das aktuelle Jahr war, trotz des erneuten Lockdowns, erfolgreich. Die Stabilität hängt natürlich zu großen Teilen von unserer diversifizierten Kundenbasis ab. Zu unseren Kunden aus unterschiedlichen Industriebereichen, kommen stetig neue Branchen, wie beispielsweise Kliniken, größere Pflegeheime oder Infrastrukturimmobilienanbieter hinzu.

 

Wie beeinflusst die Pandemie die Implementierung der Systeme und die Betreuung der Kunden vor Ort?

Die Termine vor Ort bei Kunden sind natürlich eingeschränkt. Um unseren Kunden dennoch den besten Support zu bieten investierte econ in den letzten Monaten in die Nutzung von Augmented Reality Technology (erweiterte Realität). Damit soll den Kunden eine möglichst ähnliche Qualität wie in der Face-2-Face-Betreuung vor Ort Betreuung geboten werden. Diese Augmented Reality Technology wird mit Hilfe von speziellen Brillen und den dazugehörigen Softwaresystemen realisiert. Bereits in diesem Quartal 2021 können wir systematisch Serviceeinsätze mit dieser Technologie durchführen.

 

Wie geht es Ihren Kunden und welche Bedürfnisse zeichnen sich ab?

Unsere Kunden sind ganz unterschiedlich stark von der aktuellen Situation betroffen.  Das liegt vor allem daran, dass unsere Kunden ein breites Branchenspektrum abdecken. Die Kunden der Automotivbranche zum Beispiel, sind sehr schwer betroffen. Sowohl von den Auswirkungen der Pandemie als auch von den Strukturen des Automobilmarktes. Andere Industriebranchen sind wiederum weniger oder überhaupt nicht negativ betroffen oder profitieren sogar von der veränderten Marktnachfrage.

 

Wir befinden uns in einer neuen Zeit mit neuen Herausforderungen und diese Situation erfordert natürlich ein hohes Maß an Kreativität um die bisherige Qualität weiterhin bieten zu können, welche die Kunden von econ solutions gewohnt sind. Neue Marktanforderungen kristallisieren sich heraus. Diese sind sicher teilweise nur temporär existent und verschwinden nach der Pandemie wieder. Es existieren jedoch auch Veränderungen die langfristig bleiben werden. Wahrscheinlich werden Termine und Supporteinsätze auch langfristig gesehen vermehrt remote ablaufen. Zu diesen durch die Pandemie bedingten Änderungen kommen, sowohl regulatorische Anforderungen als auch staatliche Bestimmungen, die den Markt verändern werden. Zu letzterem zählen die immer weiter schärften Anforderungen der ISO500001. Die Konsequenz davon wird ein stetig erhöhter Aufwand für das betriebliches Energiemanagement sein. Parallel dazu verändert sich das Energiemanagement und entwickelt sich weiter hin von der Visualisierung von Energieflüssen hin zum umfangreichen Carbon Footprint Management (CO2-Fußabdruck). Damit verändert sich die Erwartungshaltung unserer Kunden uns gegenüber. Reine Energiemonitoring-Systeme sind nicht mehr ausreichend, die Kunden benötigen eine fachliche Begleitung bei der Nutzung Systems, weil die Anforderungen immer komplexer werden. Wo vor einigen Jahren den econ Kunden „nur“ ein einfaches Monitoring-System zur Verfügung gestellt wurde, um bspw. eine Kennzahl anlegen zu können, liefert econ heute ein umfangreiches Softwaresystem mit begleitender Effizienzberatung. Denn der Kunde möchte auch wissen welche Kennzahlen er überhaupt anschauen und in welchem Kontext interpretieren muss, um das System mit größtmöglichem Output zu nutzen. Dieses neue Kundenbedürfnis zeichnete sich trotz der herrschenden Umstände im vergangenen Jahr deutlich ab.

 

Welche langfristigen Ziele haben Sie für das Unternehmen?

Energiemanagement erstaunlich einfach – next generation! Auch in Zukunft soll der erfolgreiche Leitspruch „Energiemanagement erstaunlich einfach“ in jeder Maßnahme von econ umgesetzt sein. Mit Blick auf die oben angesprochenen Punkte geht es in erster Linie um die Weiterentwicklung dieses Leitspruchs.  Dazu werden die Features des Softwaresystems stetig weiterentwickelt, aber auch die begleitenden Dienstleistungen werden dem immer komplexer werdenden Umfeld angepasst. Das bedeutet für mich als Geschäftsführer, dass wir neben einer permanenten Weiterentwicklung der Softwarelösung auch ergänzende Beratungslösungen mit anbieten werden, wie zum Beispiel die neue econ Effizienzbegleitung.

 

Energiemanagement muss für unsere Kunden so einfach wie möglich sein, weil es eben in aller Regel nicht das Kerngeschäft unserer Kunden ist. Nach diesem Ziel richten wir unser gesamtes Produktportfolio aus. Genau das bedeutet für mich „Energiemanagement erstaunlich einfach – next generation“.

 

Was war ihr Highlight in 2020?

Mein persönliches Highlight war definitiv die Zusammenarbeit des Teams.