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Gebr. Schwarz

  • 20. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Mehr Energieeffizienz durch transparente Anlagenüberwachung


Firmengelände von Gebr. Schwarz

SCHWARZ ist nicht nur ein hochmodernes Technologieunternehmen der Kunststoff- und Werkzeugtechnik, sondern auch ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Bereits 2011 errichtete SCHWARZ eine neue Werkzeugbauhalle und eine Schmalganglagerhalle mit Betonkerntemperierung und nutzt Niedertemperatur-Prozessabwärme zur Beheizung der Gebäude. Kontinuierlich wurde in weitere Maßnahmen investiert:

·        die Beleuchtung der Fertigungshalle wurde auf DALI-LED-Licht umgerüstet

·        alle Dächer, inklusive Carport, sind komplett mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, hinzu kamen eine Freiflächen- und eine Fassaden-PV-Anlage


Energiemanagement mit System

2018 brachte SCHWARZ seine Nachhaltigkeitsinitiative mit einem dedizierten Nachhaltigkeitsprozess und einem Energiemanagementsystem auf die nächste Stufe. Weil sich mit den Excel-basierten Auswertungen keine aussagekräftige Energiekennzahl ermitteln ließ, entschied sich das Unternehmen für die Einführung eines professionellen Systems.

Aus fünf Anbietern fiel die Wahl auf econ solutions. „Dabei haben die Kosten natürlich eine Rolle gespielt, aber das econ-System hat uns auch überzeugt. Und nicht nur uns, auch unseren langjährigen Energieberater – ein Messtechniker durch und durch, dem man nichts vormachen kann“, so Uwe Schwarz, verantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement bei SCHWARZ. „Heute können wir sagen: Wir haben mit econ die richtige Wahl getroffen.“


Anlagenüberwachung in Echtzeit

Sein Favorit im Umgang mit der Energiemanagement-Software econ4 ist das Sankey-Diagramm. Es bildet die Energieflüsse im Unternehmen transparent ab und zeigt mit einem Blick, ob alle Anlagen richtig laufen. Zum Beispiel als eine der PV-Anlagen defekt war, ist dies schnell aufgefallen, noch bevor der Wartungsdienst etwas bemerkte.

„Die effiziente Anlagenüberwachung ist ein ganz wichtiges Thema!“, betont Uwe Schwarz. „Denn neben den PV- und Produktionsanlagen gibt es so viele weitere Anlagen, sei es die Heizung oder verschiedene Pumpen, die irgendwann mal installiert worden sind und seitdem eben so laufen. Durch die Messungen und Auswertungen stellen wir erst fest, wie viele von den installierten Systemen nicht optimal eingestellt sind.“    


Vertrauen ist gut, Auswertungen sind besser

Zudem muss sich SCHWARZ nicht mehr auf die Angaben von Anlagenherstellern verlassen – wie bei der Neubeschaffung einer Kälteanlage. Hier wurde die finale Abnahme mit der Bedingung verknüpft, dass die Anlage die genannten Energiekennzahlen im Betrieb tatsächlich erreicht. Doch der Lastgang zeigte im Leerlauf noch einen Verbrauch von ca. 7 kW, was der Hersteller mit technischen Notwendigkeiten begründete. Gemeinsam mit seinem Energieberater schlug SCHWARZ einige Parameteroptimierungen vor. Kaum waren diese umgesetzt, reduzierte sich der Leerlaufverbrauch um 70 %. Ohne das econ-System wäre das gar nicht möglich gewesen.


Lastspitzen verhindern

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Reduzierung von Lastspitzen. Der econ peak für das Spitzen- und Ladelastmanagement überwacht und steuert bei SCHWARZ

·        Produktionsanlagen

·        PV-Anlagen

·        22 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge

·        weitere Lastgruppen im Betrieb

Für die Produktion wurden Schwellwerte eingerichtet, die ein Ampelsystem steuern. Bei gelb dürfen die Mitarbeitenden im 15-Minuten-Raster nur noch kleinere Maschinen einschalten, bei rot gar nichts mehr.

Die Ladestationen werden durch den econ peak automatisch für die erforderliche Zeitspanne auf den minimal notwendigen Ladestrom heruntergeregelt, wenn eine Lastspitze droht, und anschließend wieder hochgeregelt.

„Mit den Ladestationen und vielleicht auch noch einer Wärmepumpe oder einem Batteriespeicher kommt man an einem automatisierten System für das Lastspitzenmanagement nicht mehr vorbei“, so die Einschätzung von Uwe Schwarz.


Das Ziel: Null CO2-Emissionen bis 2030

Neben Strom überwacht SCHWARZ auch Wasserverbräuche und Druckluft mit dem econ-System. In den kommenden Jahren soll es weiter ausgebaut werden, etwa durch weitere Messstellen in der Produktion. Auch eine intelligentere Energiebeschaffung über den Spotmarkt mithilfe des econ peak ist perspektivisch bereits angedacht. Dieser fragt die Preise an der Strombörse ab und kann die eingebunden Energieerzeuger und -verbraucher entsprechend steuern, sodass z. B. ein Batteriespeicher zusätzlich zum PV-Strom mit günstigem Strom von der Börse geladen werden kann.  

Ziel aller Maßnahmen ist es, den Energie- und Ressourcen-Verbrauch sowie CO₂-Emissionen systematisch weiter zu reduzieren und dabei Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zusammen zu bringen. Bis zum Jahr 2030 plant SCHWARZ, die Emissionen in Scope 1 und 2 auf null zu reduzieren. Das Energiemanagement trägt dazu wesentlich bei.


„Mit econ haben wir Transparenz über unsere Energieflüsse. Wir sehen sofort, wenn Anlagen nicht optimal laufen, können Lastspitzen vermeiden, unsere Effizienz kontinuierlich verbessern – und das auch belegen.“ Uwe Schwarz, verantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement bei SCHWARZ

Firmengelände von Gebr. Schwarz

 
 
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