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Schattdecor Fimenkomplex Vogelperspektive

Schattdecor

Starting small but creating a big impact - energy management at Schattdecor

In times of growing awareness of climate change, companies are also taking their responsibility increasingly seriously. The specialist for surfaces Schattdecor shows how they can reduce their energy consumption and also benefit economically.

The nuclear disaster in Fukushima in 2011 was one of the triggers for the family-run company Schattdecor to introduce an energy management system. Economic reasons such as tax relief were also a factor. Futhermore, there was a machine park that was 25 years old at the time and therefore promised potential for savings. The metering infrastructure was almost as old and typical of companies without an energy management system: various meters, some of which were outdated or no longer functional, were measuring something and nobody knew exactly what. The meter readings are recorded manually once a month and entered into an Excel list. Although this is simple and seems cheap at first glance, it does not provide a sufficient basis for energy management. Not only is the data too coarse and incomplete, but it is also practically impossible to interpret it on the basis of an Excel spreadsheet. Without detailed measurements and evaluations or visualizations, energy management is like trying not to exceed 50 km/h when driving a car without a speedometer display.

 

The most important criteria for the selection of measurement technology and software in the performance catalog were:

  • Flexibility for a small, cost-effective start with the option of recording manual counts and expanding as required
  • Manufacturer independence so that older meters can also be integrated
  • Multilingual operation and visualization for potential use in all 18 Schattdecor Group locations worldwide
  • Openness to choose any communication standard and implement changes yourself
  • DIN ISO 50001 conformity
  • Possibility of ERP connection
Schattdecor Fimenkomplex

Die Wahl fiel auf das Energiemanagement-System von econ solutions, das alle Kriterien erfüllt. Es besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: dem Energie- und Leistungsmessgerät econ sens3 und der Auswertungssoftware econ3. Darüber hinaus nutzt Schattdecor mit der connect Lösung die flexiblen Software-Schnittstellen bzw. Datenbank-Anbindungen von econ solutions.

Die Software econ3 liefert alle Standardberichte, wie Verlaufsanalysen mit Zeitvergleichen, Berichte zu Schwellwertverletzungen und Kostenberichte, sowie zahlreiche Management- und Spezialberichte, von ABC-Analysen über die Analyse von Betriebszuständen, Korrelationsanalysen und Wochenprofilen bis zu Energiefluss- (Sankey-Diagramm) und Spektral-Analysen (Heatmaps). Alle lassen sich unkompliziert an die Bedingungen vor Ort anpassen. Messwerte anderer Zähler und Fühler sowie Produktions- und Prozessdaten aus bestehenden Systemen (MDE/BDE, ERP) können in jede Hierarchiestruktur eingebunden werden. Der Kennzahleneditor generiert auf Mausklick aussagekräftige Kennzahlen (Energy Performance Indicators, EnPI). Die Software entspricht der ISO 50001, ein entsprechender Assistent unterstützt beim Zertifizierungsprozess.

Schattdecor Werksaufnahme

Einsparpotentiale fallen in den Schoß

Was die Auswertung an den produktionsfreien Wochenenden sofort gezeigt hat, waren die Potenziale im Stand-by Verbrauch. Hier fiel beispielsweise das Galvanikbad mit einem hohen Heizverbrauch auf. Mittels simpler Zeitschaltuhr konnte der Heizbetrieb optimiert und mit einfachsten Mitteln rund 2500€ im Jahr eingespart werden. Sichtbar geworden ist diese Potenzial erst durch kontinuierliche Erfassung der Messstelle.

Zudem tauschte das Unternehmen ältere Motoren durch IE4-Motoren. So kommen 400.000kWh im Jahr weniger zusammen. Energieeffizientere Getränkeautomaten reduzierten den Verbrauch nochmals um 10.000kWh pro Jahr. „Mit den Auswertungen fallen einem die Einsparpotentiale geradezu in den Schoß“, so die Erfahrung von Johann Osterhammer.

Peaks fallen z.B. bei der Laufzeitüberwachung der Kältemaschinen durch Schwellwerte sofort auf. „Vorher sind diese oft lange unentdeckt geblieben. Jetzt können wir sie schnell beseitigen, was zu mehr Effizienz beiträgt“, beschreibt Johann Osterhammer. „Außerdem haben sich die Ergebnisse aus dem econ System als wertvolle Basis für jede Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erwiesen – zum Beispiel bei der Auslegung neuer Anlagen.“

Schattdecor Energiezukunftspreis Rosenheim 2019

Energieverbrauch erheblich gesenkt

Über 500 Maßnahmen hat Schattdecor seit dem Start im Jahr 2012 umgesetzt und damit innerhalb von fünf Jahren den Energieverbrauch pro Rolle Dekorpapier deutlich gesenkt, so dass sich die hierfür getätigten Investitionen im Durchschnitt nach rund drei Jahren amortisiert haben. Die gestiegene Energieeffizienz ist also ein Gewinn für Unternehmen und Umwelt.

Da die „low hanging fruits“, also die einfach zu erzielenden Ergebnisse, inzwischen umgesetzt sind, misst Schattdecor nun auch Verbraucher mit geringerem Einsparpotential. Um zudem weitere Potentiale zu erkennen, steht als nächstes die Gewinnung, bzw. Verfeinerung von Kennzahlen auf der Agenda. Hierfür sollen die Daten aus dem Energiemanagement-System mit Betriebs- und Prozessdaten aus den entsprechenden Systemen zusammenfließen. In der Zukunft könnte auch in anderen Standorten, wie beispielsweise Brasilien oder China, das Energiemanagementsystem econ installiert werden. In Rosenheim hat Schattdecor bereits jetzt den Energiezukunftspreis Rosenheim für sein Energiemanagement gewonnen, den die Initiative Energiezukunft Rosenheim alle zwei Jahre verleiht.

Lessons learned

In the course of the energy management project with the econ system at five locations, the following factors proved to be critical to success:

  • Procedure: From the rough to the fine
  • Measuring creates work, so start small and expand according to requirements and resources
  • Involve the IT department in good time to ensure data backup, access and security
  • Use good and calibratable measuring devices

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